Kennzeichenmissbrauch: Was tun, wenn Ihr Kennzeichen missbraucht wird?

Wenn Ihr gestohlenes Kennzeichen für Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten genutzt wird, erhalten Sie Bescheide für Dinge, die Sie nie getan haben. Wie Sie sich effektiv verteidigen und was Sie vorbeugen können.

Häufige Missbrauchsszenarien

Gestohlene Kennzeichen werden typischerweise für folgende Vergehen genutzt: Tanken ohne Bezahlen (Tankbetrug), Fahren mit einem anderen (gestohlenen) Fahrzeug, Umgehen von Umweltzonen oder Mautsystemen, Parken ohne Berechtigung und selten auch für schwerere Straftaten. Für alle diese Fälle: Die frühzeitige Polizeianzeige mit Datum und Uhrzeit des Diebstahls ist Ihr wichtigstes Schutzinstrument.

Bußgeldbescheid erhalten: Was tun?

Schadenersatzforderungen durch Dritte

In seltenen Fällen werden Schadenersatzforderungen gegen den Halter des missbrauchten Kennzeichens gestellt — etwa wenn ein Dritter behauptet, von Ihrem 'Fahrzeug' geschädigt worden zu sein. Hier ist rechtliche Hilfe unbedingt erforderlich. Ohne anwaltliche Unterstützung riskieren Sie, unberechtigte Forderungen zu erfüllen oder in Zahlungsverzug zu geraten.

Wie schützen Sie sich vor Missbrauch?

Rechtsschutzversicherung: Sinnvoller Schutz

Eine Rechtsschutzversicherung mit Verkehrsrecht-Einschluss übernimmt die Anwaltskosten für die Abwehr unberechtigter Bußgeldbescheide und Schadensersatzforderungen. Bei Kennzeichenmissbrauch ist das ein realer Vorteil — besonders wenn der Täter das Kennzeichen für mehrere Vergehen nutzte und mehrere Bescheide eingehen.