Wie viele SF-Jahre können bei einer Übertragung übernommen werden?

Viele gehen davon aus, dass sie die komplette SF-Klasse ihrer Eltern übernehmen können — doch das stimmt nicht. Die maximale Anzahl übertragbarer Jahre richtet sich nach der Führerscheindauer des Empfängers. Warum das so ist und was es in der Praxis bedeutet.

Warum die Führerscheindauer die Grenze setzt

Die Logik hinter dieser Regel: SF-Klassen sollen gelebte Fahrerfahrung widerspiegeln. Ein 20-Jähriger kann keine 20 Jahre Schadenfreiheit haben — er hat schlicht nicht so lange einen Führerschein. Würde man mehr Jahre übertragen als der Empfänger theoretisch selbst fahren konnte, würde das System seinen Sinn verlieren.

Rechenbeispiele

Was passiert mit den 'verlorenen' Jahren des Übergebers?

Der Übergeber verliert nichts. Wenn er SF 25 hat und nur SF 5 übertragen werden können, behält er weiterhin SF 25 für sein eigenes Fahrzeug. Die Übertragung betrifft nur den Empfänger — der Übergeber gibt lediglich das Recht auf eine Weitergabe auf.

Versicherer-individuelle Unterschiede

Manche Versicherer rechnen großzügiger: Sie erlauben die Übertragung bis zu einem Bonus-Jahr über die reine Führerscheindauer hinaus, oder sie akzeptieren begleitetes Fahren (BF17) als zusätzliche Vorerfahrung. Das kann 1–3 Jahre mehr ergeben. Ein Vergleich lohnt sich.