SF-Klasse übertragen: Alle Konstellationen, Regeln und Voraussetzungen

Die Übertragung einer SF-Klasse spart Fahranfängern und Übernehmern hunderte bis tausende Euro. Aber wer darf übertragen, wie viele Jahre werden angerechnet und was passiert bei Scheidung oder Todesfall? Alle Konstellationen im Überblick.

Wer darf übertragen?

Die meisten Versicherer akzeptieren Übertragungen innerhalb der Kernfamilie: Eltern auf Kinder, Großeltern auf Enkel, Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner untereinander. Manche Anbieter erlauben auch Geschwister, Schwiegereltern oder weitere Verwandte — das ist tarif-individuell und sollte vorab geprüft werden.

Wie viele Jahre können übertragen werden?

Übertragbar sind maximal die Jahre, die der Empfänger seit seinem Führerscheinerwerb gefahren sein könnte. Wer den Führerschein 2022 gemacht hat, kann maximal vier Jahre übernehmen — auch wenn der Übergeber SF 30 besitzt. Die verbleibenden Jahre des Übergebers bleiben beim Übergeber und werden nicht auf eine andere Person aufgeteilt.

Was passiert beim Übergeber?

Der Übergeber verliert seine SF-Klasse nicht — er kann sie aber nicht erneut übertragen. Wer SF 15 auf sein Kind überträgt, hat danach immer noch SF 15, wenn er ein eigenes Fahrzeug fährt. Die SF-Klasse wird fahrzeugbezogen geführt, nicht personenbezogen dupliziert. Eine Mehrfachübertragung derselben Klasse auf mehrere Kinder ist daher ausgeschlossen.

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