Wann zahlt die Kasko bei Wasserschäden? Alle Szenarien im Überblick
Wasserschäden am Fahrzeug sind vielfältig — von Hagel über Überschwemmung bis zum Wasserschlag im Motor. Diese Übersicht zeigt, welcher Versicherungstyp bei welchem Szenario greift.
Teilkasko: Was ist gedeckt?
Die Teilkasko deckt Schäden durch Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung, Lawinen und — je nach Vertrag — Kanalrückstau. Wichtig: Überschwemmung bedeutet Eindringen von Oberflächenwasser durch ein Naturereignis. Grundwasser ist oft ausgeschlossen. Eigenes Fehlverhalten (Einfahren in Hochwasser) ist nie durch die Teilkasko gedeckt.
Vollkasko: Was ist gedeckt?
Die Vollkasko deckt alles, was die Teilkasko abdeckt, plus selbst verursachte Schäden. Bei grober Fahrlässigkeit kann der Versicherer kürzen. Der Schlüsselvorteil der Vollkasko bei Wasserschäden: Wenn der Fahrer eigenverantwortlich in eine Überschwemmung gefahren ist, zahlt die Vollkasko — wenngleich mit möglicher Kürzung. Tarife mit Verzicht auf grobe Fahrlässigkeit zahlen auch bei erkennbarer Überflutung vollständig.
Haftpflicht: Für Drittschäden, nicht für eigene
Die Kfz-Haftpflicht zahlt Schäden, die Sie anderen zufügen — nie Schäden an Ihrem eigenen Fahrzeug. Wenn Ihr Auto durch Aquaplaning mit einem anderen Fahrzeug kollidiert, zahlt Ihre Haftpflicht den Schaden am Fremdfahrzeug. Für Ihren eigenen Fahrzeugschaden brauchen Sie Kasko.